Facebook massiv überbewertet, sagen Ökonophysiker

Die Wertschätzung eines Unternehmens ist immer eine knifflige Angelegenheit. Die Geschichte ist voll von Beispielen für katastrophale Bewertungen, die im Nachhinein schwer zu würdigen sind. Die Dotcom-Blase der späten 90er Jahre ist eines der bekanntesten Beispiele.



Und doch gehen die verrückten Bewertungen weiter. Eine aktuelle Blase betrifft Social-Media-Unternehmen wie LinkedIn, Twitter, Groupon und natürlich Facebook. Im Juli gab letzteres bekannt, dass es 750 Millionen Nutzer hat, eine astronomische Zahl, die nur durch die Unternehmensbewertung in den Schatten gestellt wird, die zwischen 65 und 100 Milliarden US-Dollar liegt.

Durch diese Maßnahme müssen die aktuellen und zukünftigen Benutzer des Unternehmens jeweils ein bemerkenswertes Einkommen für das Unternehmen erzielen, Zahlen, die nach der Boom- und Pleite-Wirtschaft der Dotcom-Ära riechen.





Wie viel ist Facebook wirklich wert? Heute bringen Peter Cauwels und Didier Sornette, Ökonophysiker der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ein wenig Vernunft in die Debatte. Sie argumentieren, dass es tatsächlich einfacher ist, Social-Media-Unternehmen zu bewerten als andere Unternehmen, weil ihr Umsatz so offensichtlich auf einer einzigen einfachen Kennzahl basiert: der Anzahl der Nutzer.

Alles, was erforderlich ist, ist ein vernünftiges Modell des Benutzerwachstums und ein gutes Verständnis des Gewinns, den jeder Benutzer erzielen kann.

Für Facebook ist das Nutzerwachstum ziemlich einfach. Cauwels und Sornette argumentieren, dass das Wachstum von Facebook in der Vergangenheit zwar exponentiell war, dies jedoch allein schon wegen der begrenzten Anzahl von Menschen auf dem Planeten nicht weitergehen kann. Stattdessen werden sich die Facebook-Nutzerzahlen irgendwann einpendeln und einer klassischen S-förmigen Kurve folgen.



Tatsächlich sagen sie, dass sich das Wachstum von Facebook bereits geändert hat. Sie sagen, dass es 2010 von exponentiell zu S-förmig übergegangen ist.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie hoch es wird. Cauwels und Sornette bieten drei Szenarien an, in denen Facebook schließlich bei einem Basisfall von 840 Millionen, einem Fall mit hohem Wachstum von 1,1 Milliarden oder einem Fall von extremem Wachstum auf 1,8 Milliarden Nutzer innerhalb weniger Jahre einpendelt. (Die obige Grafik zeigt, dass das Wachstum von Facebook wahrscheinlich irgendwo zwischen dem Basis- und dem Hochwachstumsszenario liegen wird.)

Cauwels und Sornette berechnen dann einen Wert für das Unternehmen basierend auf der Aussicht, dass jeder Benutzer einen Gewinn von 1 USD pro Jahr erzielt, dem ungefähren Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Dies ergibt einen Wert im Basisfall von 15 Milliarden US-Dollar, im Fall mit hohem Wachstum von 20 Milliarden US-Dollar und im Extremfall von 33 Milliarden US-Dollar. All diese Zahlen sind deutlich geringer als die, die in der Presse verbreitet werden.



Es lohnt sich, auf einige der Annahmen hinzuweisen, die dieser Berechnung zugrunde liegen. Es geht großzügig davon aus, dass die Realzinsen für die nächsten 50 Jahre im Wesentlichen 0% betragen, dass die Gewinnmargen von Facebook auch in Zukunft so hoch bleiben wie jetzt und der Umsatz pro Nutzer auch in Zukunft konstant bleibt.

Transistorgröße im Laufe der Zeit

Letzteres ist besonders großzügig. Cauwels und Sornette haben den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer in den letzten fünf Jahren ermittelt. Aber die Wahrheit ist, dass sich der Umsatz von Facebook pro Benutzer alle 3,5 Jahre zu halbieren scheint, ein Rückgang, der vollständig durch den Durchschnitt verdeckt wird.

Diese Bewertungen sind also am oberen Ende dessen, was man vernünftige Berechnungen nennen könnte.

Sie implizieren, dass Facebook seinen Gewinn pro Nutzer irgendwie um das 1,5- bis Sechsfache verbessern muss, wenn die aktuellen Bewertungen erreicht werden sollen.

Das ist offensichtlich eine große Aufgabe.

Facebook könnte jedoch anders argumentieren. Man könnte sagen, dass ihr wirklicher Wert erst sichtbar wird, wenn sie wächst und ihre Täufer immer cleverere Data-Mining-Techniken ausnutzen, um Werbetreibenden und Vermarktern einen Mehrwert zu bieten. Wenn dies geschieht, werden die aktuellen Bewertungen lächerlich klein erscheinen.

Könnte sein. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Wert von Facebook und anderen Social-Media-Unternehmen von der Art von Gruppendenken bestimmt wird, die in der Vergangenheit so viele Blasen geprägt hat. In diesen ist es für einen Trader egal, was Facebook wirklich wert ist, solange er oder sie denkt, dass ein anderer Idiot mehr bezahlen wird.

Dieses Denken funktioniert immer, bis die Zahl der Idioten, wie Facebook-Nutzer, aufgebraucht ist.

Auch hier gibt es ein größeres Bild. Sornette ist Direktorin des Financial Crisis Observatory der Eidgenössischen Technischen Hochschule. Seine Aufgabe ist es, Blasen und Abstürze zu untersuchen. Wir haben uns einige seiner Arbeiten hier, hier und hier angesehen.

Warum interessiert er sich für den Wert von Facebook? Sein Motiv scheint hier zu sein: einen weiteren Boom und Pleite an den Aktienmärkten zu einer Zeit abzuwenden, als sich die Welt es sich am wenigsten leisten kann. Ein würdiges, wenn auch vergebliches Ziel.

Ref: arxiv.org/abs/1110.1319 : Wer zahlt die Preise: Facebook-Bewertung und Diagnose einer Blase basierend auf nichtlinearer demografischer Dynamik

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