‘Crowd Quakes’ waren ein Schlüsselfaktor für die LoveParade-Katastrophe

Am 24. Juli 2010 wurden 21 Menschen am Eingang der Loveparade in Duisburg, Deutschland, zu Tode gequetscht.

Verschiedene Experten haben diese Katastrophe analysiert und zahlreiche Fehler identifiziert, die zu der Katastrophe beigetragen haben. Darunter die Entscheidung, alle Besucher, sowohl abreisende als auch ankommende, durch einen einzigen Eingangstunnel zu leiten, der sich als Engpass herausstellte, der den Personenstrom auf eine Weise einschränkte, die nicht richtig berücksichtigt wurde.

Dirk Helbing und Pratik Mukerjee enthüllen heute ihre Analyse der Ereignisse, die zu der Tragödie führten. Helbing ist einer der weltweit führenden Experten für Massendynamik, daher haben seine Ansichten einiges Gewicht.



Ihre Schlussfolgerung ist auch, dass die Katastrophe ein komplexes Ereignis mit vielen Ursachen war. Das Ungewöhnliche an diesem Bericht ist jedoch, dass Helbing und Mukerjee einiges tun, um zu zeigen, dass bestimmte Faktoren und Verhaltensweisen nicht die Katastrophe verursacht haben.

Insbesondere konzentrieren sich diese Jungs auf das Verhalten von Menschenmengen wie Massenpanik, Stampfen und absichtliches Drängen, Faktoren, die in den Medien als Ursachen der Katastrophe weithin diskutiert wurden.

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Ein Großteil der Medienberichterstattung konzentrierte sich auf Menschen, die versuchten, dem Gedränge über eine Treppe zu entkommen, die von der Gegend wegführte.

Aber Helbing und Mukerjee sagen, dass die meisten Todesfälle nicht hier aufgetreten sind. Und obwohl es zu diesem Zeitpunkt zweifellos schwere Quetschungen gab, wurde dies von Zeit zu Zeit erleichtert.

Sie sagen, es gebe keine Beweise für einen Ansturm in Form eines plötzlichen Ansturms von Menschen an den Ort, an dem sich die Toten ereigneten.

Es gibt auch keine Beweise dafür, dass absichtliches Drücken den Gedränge verursacht hat. Und obwohl es gute Gründe für einzelne Personen in der Menge gab, in Panik zu geraten, wenn ihr Leben in Gefahr war, gibt es keine Beweise dafür, dass eine Art Massenhysterie dazu beigetragen hat.

Wenn also die Todesfälle nicht in der Nähe der Treppe ereigneten, die im Mittelpunkt der Fluchtversuche vieler Menschen stand, wo und warum?

Helbing und Mukerjee sagen, dass die meisten Todesfälle an anderer Stelle in der Menge aufgrund eines Phänomens aufgetreten sind, das als Massenbeben bekannt ist. Diese treten auf, wenn die Dichte einer Menschenmenge so groß wird, dass Individuen in Körperkontakt miteinander gezwungen werden.

Dabei werden die Kräfte durch die Masse in Ketten von einem Körper zum nächsten übertragen. Entscheidend dabei ist, dass sich die übertragenen Kräfte addieren.

Diese Kraftübertragung ähnelt der Art und Weise, wie Kraftketten in einem körnigen Material wie Sand auftreten. Tatsächlich können sich Gruppen von Individuen in einer solchen Kette manchmal verklemmen, wie Sandkörner, die sich beim Passieren einer Sanduhr verklemmen.

Diese Art von Stau kann dazu führen, dass sich die Kräfte auf tödliche Werte aufbauen. Darüber hinaus können diese Ketten plötzlich brechen und Druckwellen durch die Menge senden.

Und das ist es, was tötet: nicht die Gesamtdichte der Menge, sondern die Übertragung tödlicher Kraft durch die Menge auf fast zufällige Weise. Dies führt dazu, dass Menschen stürzen, wodurch ein Dominoeffekt entsteht, der Menschen zu Tode quetscht.

Eine interessante Folgerung ist, dass sich ihre Analyse zu einem großen Teil auf öffentlich zugängliches Videomaterial der Katastrophe stützt, das damals von der Öffentlichkeit aufgenommen wurde. Helbing und Mukerjee haben daraus eine Webseite zusammengestellt, die einen makabren Überblick über die Ereignisse gibt. Die Webseite ist Hier Aber seien Sie gewarnt: Es sorgt manchmal für schockierende Bilder.

Sie sagen, dass diese Art von öffentlich zugänglichen Medien einen großen Beitrag zum Verständnis einer solchen Katastrophe und ihrer Prävention leisten könnten. Im Gegensatz dazu sind die meisten Videos früherer Massenkatastrophen nicht öffentlich und für die meisten Forscher, die sie untersuchen möchten, nicht zugänglich.

Das gibt ihnen einen guten Einblick in die Katastrophe selbst. Bei der Diskussion der Schuldzuweisungen für die Tragödie sind sie jedoch auf weniger sicherem Boden.

Helbing und Mukerjee sagen: Der systemische Charakter vieler Massenkatastrophen macht ihre rechtliche Handhabung sehr schwierig, da es schwierig ist, den Anteil der Verantwortung zu bestimmen, die verschiedene Personen und Institutionen hatten.

Das komplexe Zusammenspiel dieser Menschen und Institutionen trägt selbst zur Katastrophe bei. Helbing und Mukerjee gehen sogar noch weiter. Sie seien davon überzeugt, dass die Aufteilung der Verantwortung selbst das Problem sei, das politische und regulatorische Aufmerksamkeit erfordere.

Und sie stellen eine Herausforderung: Wissenschaftler könnten vielleicht einen großen Beitrag zum kulturellen Erbe der Menschheit leisten, wenn es ihnen gelänge, dieses grundlegende Problem auf neue Weise anzugehen.

Womöglich. Alternativ kann es sein, dass wir in einer komplexen Welt leben, in der immer komplexe Ereignisse auftreten. Wir können sicherlich hoffen, Veranstaltungen abzuhalten und Institutionen und vielleicht ganze Industrien zu schaffen, die gegen die meisten Arten von Katastrophen robust sind.

Doch das Ziel, Katastrophen ganz zu eliminieren oder Ereignisse so zu gestalten, dass es im Nachhinein zu einer klaren Schuldzuweisung kommt, erscheint zu weit.

Ref: arxiv.org/abs/1206.5856 : Massenkatastrophen als systemisches Versagen: Analyse der Loveparade-Katastrophe

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